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Als die Menschen mit Tieren zusammenlebten

Als die Menschen mit Tieren zusammenlebten

47m 54s

„Kulturelle Aneignung“ ist ein Stichwort, das auch uns Märchenmenschen bewegt. Rauben wir nach den Masken und Statuen jetzt auch noch die mündliche Tradition?
Andererseits gelingt Völkerverständigung nur durch Austausch. Aber unkundig der Lebensbedingungen, der ganzen Kultur liegen wir mit unseren Interpretationen schnell daneben. Was bleibt? Sich vorsichtig annähern, Klima, Geografie, Kultur erforschen. In diesem Fall hilft schon sehr, die Sammlung von Hans Himmelheber von A bis Z zu lesen!

Max Lüthis Märchentheorie

Max Lüthis Märchentheorie

58m 44s

Conchi Vega ist zu Gast bei Barbara Loepfe in Wettingen. Barbara Loepfe war Studentin beim Schweizer Märchenforscher Max Lüthi an der Universität Zürich. In dieser Folge erzählt sie, wie Max Lüthi als Lehrer und Mensch war und was er im Fach Volksliteratur über Märchen vermittelte. Mit den Augen des Literaturwissenschaftlers erfasste Max Lüthi sehr präzise, was die Eigenheiten des europäischen Volksmärchens sind und wie es sich von anderen Erzählformen unterscheidet, betont Barbara Loepfe. In seinem heute noch erhältlichen Buch „Das europäische Volksmärchen" von 1947 beschrieb er die Form und das Wesen des Märchens.
Ist seine Theorie heute noch gültig und...

Der liebste Roland, Grimm

Der liebste Roland, Grimm

50m 7s

Ben bringt dieses Mal ein Märchen mit, bei dem sich Conchi so was von aufregt. Was ist denn das für ein Held? Wie kann er seine Liebste vergessen, nachdem sie aus den Fängen der Zauberin geflüchtet sind?
Alles dreht sich um das Vergessen und Erinnern in einer Liebesbeziehung.
Angelika Benedicta Hirsch bringt, zusätzlich zum Märchentext, Ausschnitte aus zwei Erzählungen, die das Motiv aus anderer Perspektive beleuchten.
Wir gehen den Texten nach und überlegen, welche Formen des Vergessens darin vorkommt.

Janin Pisarek und das kleine Volk

Janin Pisarek und das kleine Volk

42m 15s

Janin Pisarek ist Erzählforscherin und Volkskundlerin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören dämonologischen Sagen und ihre Gestalten wie Werwölfe, Nixen, Hausgeister, Wechselbälger, Drachen …
Anhand von KHM 39 "Die Wichtelmänner" sprechen wir über Erzählstoffe zwischen Märchen und Sage und über Janins Forschungsarbeit.

Die drei Spinnerinnen

Die drei Spinnerinnen

45m 21s

Conchi Vega bringt dieses Mal ein Märchen aus der Surselva (Graubünden) mit. Es gibt zahlreiche Varianten dieses Märchens im ganzen europäischen Raum. Die wohl bekannteste Variante ist jene von Grimm - Die drei Spinnerinnen. (KHM 14; ATU 501, Spinnfrauen)
Es geht um ein Mädchen, welches nicht spinnen kann. Die Mutter wird zornig, ein reicher Herr hört es und das Märchen nimmt seinen Lauf, die junge Frau durchlebt ihr Schicksal.
Conchi und Angelika tauschen sich über das Spinnen aus. Was bedeutete es einst und was heute noch? Und muss am Schluss immer geheiratet werden? Können wir eine Hochzeit auch anders deuten?

Über das Märchenerzählen

Über das Märchenerzählen

46m 24s

Dieses Mal gibt es zwei kurze Märchen. Benedicta hat eines von der Wolga mitgebracht. Conchi ein unbekanntes von Grimm.
Wie sollen wir erzählen? Was können wir heute den Menschen zumuten? Die Erzählerin Martina Weigert sagt: "Welche Macht habe ich beim Erzählen!"
Angelika demonstriert an einem Abschnitt verschiedene Möglichkeiten ein Märchen zu lesen. Seid gespannt wie sie das macht! Conchi schildert an ihrem Märchen, wie die Bilder des Märchens auf die Zuhörenden wirken und Menschen berühren können.
Die Erzählerin Claudia Lang berichtet von zwei starken Erlebnissen mit Märchen, ein Mal ist sie in der Rolle der Zuhörerin, das andere Mal ist...

Vom Mann-Sein zum Frau-Sein und viciversa

Vom Mann-Sein zum Frau-Sein und viciversa

43m 14s

Conchi Vega und Angelika Benedicta Hirsch betrachten dieses Mal eine Volkserzählung aus Schottland. Für Conchi ist es ein Gendermärchen. Angelika findet darin andere Themen, die auch relevant sind und betrachtet werden können. Gemeinsam diskutieren sie über Sehnsüchte im Märchen, die nicht gelebt werden dürfen und daher in der Illusion Gestalt annehmen. Und über die Sicht der Gesellschaft auf andere Lebensweisen. Ein aktueller Diskurs, der schon in den Volkserzählungen behandelt wurde.

... und wäre es doch nur ein Miststück!

... und wäre es doch nur ein Miststück!

45m 13s

Zu Gast bei Conchi Vega ist Moni Egger, Primarlehrerin, Theologin, Erzählerin, Dozentin für das Modul Märchen in der Fachschule Figurenspieltherapie Olten und Mitbegründerin BibelErz, Verein für biblische Erzählkunst. In der Märchenbibliothek der Schweizerischen Märchengesellschaft denken sie über das von Moni mitgebrachte Märchen – „Das Miststück“ – nach. Denn der Wunsch ist in diesem Märchen zentral und führt zu einem schlechten Ende. Oder ist das Ende doch eher gut? Hört rein und lasst euch überraschen was es mit den Wünschen im Märchen an sich hat und vielleicht auch im echten Leben.

Rita, ein Märchen und eine demenzielle Erkrankung

Rita, ein Märchen und eine demenzielle Erkrankung

44m 39s

Elske pflegt seit Jahren ihre dementiell erkrankte Frau. Das ist schnell dahin gesagt, kostet aber Kraft und innere Stärke im Übermaß. Benedicta besucht die beiden gelegentlich und ist schwer beeindruckt, wie liebevoll, heiter und würdig es bei den beiden zugeht.

Märchen-Quelle: Der Tod und der Gänshirt, KHM 27 (nur 1812)
Motiv A 487.0.1: Der Tod holt jeden, wenn seine Zeit gekommen ist

Frau Holle

Frau Holle

47m 40s

In dieser Folge ist Veronika Uhlich, Erzählerin und Seminarleiterin, zu Gast. Sie stellt das Holle-Märchen „Das ausgeblasene Licht“ vor. Wir alle kennen Frau Holle aus dem berühmten Märchen der Brüder Grimm. Doch ihre Gestalt ist wandelbar, wie viele Frau-Holle-Sagen und -Märchen beweisen.
Wer ist sie, diese Frau aus dem Jenseits? Woher kommt sie und was sollten wir über sie wissen?
Veronika Uhlich und Conchi Vega gehen diesen Fragen nach und zeigen auf, wie wertvoll diese Erzählungen noch heute sein können.